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Eine kleine Geschichte aus dem Alltag meiner Bewerbungsberatung

Dass das Thema Bewerbungen schreiben nicht nur für Schulabgänger Unterrichtsthema ist, sondern auch für diejenigen, die seit etlichen Jahren im Erwerbsleben stehen zur Herausforderung wird, ist in den wirtschaftlichen Entwicklungen auf der einen und im persönlichen Streben auf der anderen Seite ganz deutlich sichtbar:

Hier wird weitergebildet, fernstudiert, umgeschult und an Volkshochschulen kursiert, während sich Unternehmen damit begnügen zu optimieren, zu übernehmen, zu strukturieren und zu fusionieren.

Soweit die Fakten. Fest steht: Unter diesen Entwicklungen wird keiner in seinem Ausbildungsbetrieb alt – so wie früher Schreinergeselle Klaus, der nach 20 Jahren die Schreinerei seines Lehrmeisters übernommen hat. Jeder möchte seine Berufserfahrung bezahlt wissen, schneller, höher, weiter, sich neu beweisen – Stillstand wird nur über absehbare Zeit toleriert. Hat sich der Gedanke des Jobwechsel einmal in den Kopf des nur mäßig zufriedenen Arbeitnehmers geschlichen, stellt sich zunächst die Frage: Wie sieht in dieser schnelllebigen Zeit die Bewerbung aus, die heute beim neuen Wunscharbeitgeber einschlägt und die vorhandene Kompetenz so verkauft, wie es sich jener Bewerber erträumt, der sich gedanklich schon nach der nächsten Sprosse der Karriereleiter streckt? Sein engagierter Charakter und seine innovativen Ideen für die zukünftige Abteilung zeigen sich sicherlich nicht im Umformulieren von Musterbewerbungen aus dem Internet, die er durch voreingestellte wordArt Grafiken aufzupeppen  versucht. Auch sein klassisches „nettes“ Bewerbungsfoto, das er vor sechs Jahren für seine letzte Stelle von seiner damaligen Freundin hat ablichten lassen, lässt ihn zwar jünger erscheinen, jedoch auch befreit von dem Selbstbewusstsein und der Erfahrung, die er heute als Projektmanager besitzt.

Spätestens nach der fünften Absage fragt er sich, was denn das Problem an seiner guten standardmäßigen 08-15 Bewerbung nach Schema F ist, für die er sich doch so viel Zeit genommen hatte und die aussieht wie 90% der anderen Bewerbungen auch.

Oder schlimmer noch: was denn das Problem der Unternehmen sei! Wenn die anderen Bewerbungen genauso aussehen, kann das doch nicht schlecht sein. Die Arbeitszeugnisse sind doch gut! Und Rechtschreibfehler, Kaffeeflecken und Eselsohren waren auch keine drin! Und Ideen, unternehmensbezogenes echtes Interesse an der Stelle, ein auf das Unternehmen zugeschnittenes Anschreiben und Bewerbungsdesign leider auch nicht. Schade. Denn damit hätte er zu den 10% der Bewerber gezählt, deren Unterlagen nicht mit der sich rächenden ebenbürtigen 08-15 Standardabsage nach Schema F bedacht werden, um dann mit einem Klick in den Papierkorb oder den Ordner „Ablage sonstiges“ verschoben zu werden.Bewerbung Profi

Während nun der eine im Papierkorb gelandete Bewerber an der Zurechnungsfähigkeit seines Traumarbeitgebers zweifelt, fängt ein anderer Bewerber, der seine Unterlagen nochmal kritisch beäugt, an in den Untiefen des world wide web zu recherchieren und entdeckt dabei die Möglichkeit, sich seine Bewerbung von einem Spezialisten schreiben zu lassen. Warum nicht? Das Schneiden seiner Haare überlässt er ja auch lieber der Fachfrau. Die Referenzen sehen nicht verkehrt aus, „aber ganz so schlimm steht es um mich doch auch nicht, dass ich diese Dienstleistung kaufen muss!“, denkt er sich.

Er entscheidet sich für einen Bewerbungs-Schnell-Check, bei dem seine Bewerbung auf Herz und Nieren geprüft wird und ihm darüber hinaus ganz individuelle legale Tricks zur Aufwertung seiner Selbstvermarktungsunterlagen gegeben werden.

4 Wochen, 5 Bewerbungen und 3 Vorstellungsgespräche später stellt unser Kandidat fest, dass er tatsächlich vom Bewerber zum Kandidat geworden ist und den Sprung unter die letzten 10% geschafft hat. Und viel mehr noch: Seine top Bewerbungsunterlagen, das gutüberlegte Design und das beigefügte Referenzschreiben des befreundeten stellvertretenden Teamleiters erlauben es ihm, seine Gehaltsvorstellungen nach oben zu korrigieren. Außerdem hat er seine Profile in Facebook und Xing aktualisiert und öffentlichkeitstauglich gemacht. Ob manche Personaler ihren Job wirklich nicht verstehen oder ob sich nicht nur im Tempo der Wirtschaftswandlungen, sondern auch in der Art, im Bewerbungswettkampf darauf zu reagieren, etwas geändert hat?

Persönliche Bewerbungscoachings sowie Bewerbungs-Schnell-Checks gibt es auch im Raum Bensheim.  www.coachingcorrecting.de.